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Stellungnahme zur Gegendarstellung

Die Antwort der AG Bürger*innen und Künstler*innen auf das Schreiben der Bezirksstadträtin Frau Cornelia Flader



STELLUNGNAHME der AG Bürger*innen und Künstler*innen Leitung-Alte Schule-retten zur Gegendarstellung der Bezirksstadträtin Cornelia Flader vom 14.09.2020

1. Wir wurden am 02.09. zur Besichtigung der Räume eingeladen. Dies war die erste Kontaktaufnahme von Stadträtin Frau Flader seit knapp 4 Monaten mit uns.

Wir haben bedauert, dass zur Findung des Interimsraumes und allen weiteren Beschlüssen die Frau Flader gefasst hat, nicht schon im Vorfeld unser Rat und unsere Expertise eingeholt wurde. Da wir bei der Begehung der vorgesehenen Interimsräume, die Räume als ungeeignet für den geplanten Zweck einstufen mussten, fanden wir eine Beratung für die Gestaltung der Räume nicht sinngebend. Außerdem hatte Frau Flader schon genaue Vorstellungen wie die Räume eingerichtet werden sollen.

Als Vorzug haben wir diese räumliche Lösung nicht empfunden, da der Bedarf einer Interimslösung seit 5 Jahren bekannt ist und man auch speziell Gelder beim Land Berlin für etwaige Mietkostenzuschüsse hätte beantragen können.

2. Der Zeitraum des Umbaues ist mit zwei Jahren benannt. Erfahrungsgemäß wird sich dieser Zeitraum verlängern. Bis die neuen Räume fertig eingerichtet und tatsächlich genutzt werden können, wird es nach Fertigstellung des Gebäudes auch noch etwas dauern. Deshalb sind wir von drei Jahren ausgegangen.

3. Die anschließende Nutzung der Interimsräume für den Kiezklub, sollten, so wurde es bei der Begehung der Räume durch die Bezirksstadträtin gesagt, in den jetzigen Umbau einfließen und würden die Ausstellungsflächen noch zusätzlich verringern.

4. Ja, die geplanten Räume liegen im Souterrain.

5. Die genauen Maße der Räume konnten wir bei der Begehung leider nur schätzen, da uns keinerlei Pläne vorgelegt wurden und auch kein Zollstock zur Hand war. Da noch neuer Estrich gegossen werden muss, Decke und Wände abgehangen werden, verkleinert sich alles noch und wir konnten nur schätzen und haben die Maße mit "ca.“ angegeben.

6. Wenn Frau Flader 800.00 EUR in 2018 erwirtschaftet hat, anstelle eingespart, bitten wir für das Missverständnis um Entschuldigung. Es freut uns und wir hoffen, dass dieses Geld nutzbringend für die Kunst eingesetzt wird.

Wir möchten erneut betonen: das Festhalten der Bezirksstadträtin am Interimsraum im Souterrain des Rathauses Johannisthal verstärkt unserer Meinung nach die Dringlichkeit der Wiedereinsetzung einer vollen Planstelle für die Leitung der Kommunalen Galerie!

Für die Dauer der Umbaumaßnahmen (und darüber hinaus) sind uns Künstler*innen zusätzliche, dringend benötigte temporäre Ausstellungsflächen in Aussicht gestellt worden:

Brief BzStrin Flader an AG vom 24.08.: “Für Galerie und Artothek werden überdies für den Betrieb im Kulturzentrum Alte Schule als auch für zusätzliche Angebote und Projekte an neu zu akquirierenden dezentralen Orten Konzepte erstellt”

Neben der Einarbeitung in den Bezirk (Akteur*innen der Ämter, Künstler*innen, Vereine, Verbände, Strukturen etc.), die eine neue Galerieleitung bewältigen muss um für die Künstlerschaft Treptow-Köpenicks zur Anlaufstelle zu werden, um als Netzwerkpunkt und als Motor fungieren zu können, neben Konzeption für Ausstellungen, deren Durchführung, deren Vermittlung, neben der Planung zusätzlicher Veranstaltungen dort und der um so wichtiger werdenden Öffentlichkeitsarbeit für die Aktivitäten der Kommunalen Galerie Treptow-Köpenicks, müssen eben auch solche “dezentralen Orte” gefunden, Ausstellungen dort kuratiert und dann begleitet werden.

Sonst werden (mindestens) 2 Jahre lang lediglich kleinformatige Arbeiten in den kleinen und niedrigen Ausstellungsräumen gezeigt werden können. Skulptur und Installation, Audio und Video können nur bedingt und wenn, dann sehr klein gezeigt werden. Auch Veranstaltungen (gar unter möglicherweise nach wie vor Corona-Hygiene Bedingungen) können dort nur klein ausfallen.

Daher bitten wir den Bürgermeister Herrn Oliver Igel, die Verordneten des Kulturausschusses Treptow-Köpenicks, die BVV und die Bezirksstadträtin Frau Cornelia Flader mit Nachdruck um die umgehende Wiederbesetzung der vorhandenen Planstelle für die Leitung der Galerie Alte Schule: unbefristet und durch eine kompetente in der zeitgenössischen Kunstszene Berlins und darüber hinaus vernetzte und erfahrene Person, die wir sicher finden werden und die der reichhaltigen bildenden Kunstszene im Bezirk ein angemessenes, würdiges, sehenswertes und bereicherndes Profil verschaffen kann.



Stefka Ammon

Dorit Bearach

Liz Crossley

Sebastian Körbs

Gudrun Kühne


29 Ansichten

Wir sind die Arbeitsgemeinschaft der Bürger*innen und der Künstler*innen für die Kommunale Galerie Alte Schule Treptow-Köpenick.

 

Wenn Sie Fragen haben, kontaktieren Sie uns gerne über das Formular.

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