KOMMUNALE GALERIE Treptow-Köpenick: ALTE SCHULE ADLERSHOF

Eine Kommunale Galerie ist ein frei zugängliches Angebot für alle Bürger*innen.

 

Die Galerie Alte Schule präsentierte als einzige Kommunale Galerie des Bezirks Treptow-Köpenick pro Jahr 6 bis 7 Ausstellungen mit seit 2004 bisher 748 professionellen Künstler*innen und zusätzlichen kulturellen Veranstaltungen. 

 

Die Kommunale Galerie Alte Schule ist nachweislich ein Ort der Kunst und Künstler*innen Förderung, des künstlerischen Experiments und der Entwicklung neuer Präsentations- und Vermittlungsformate.  Sie ist ein Ort der aktiven Teilhabe, der offenen Kommunikation und freien Meinungsbildung für alle gesellschaftlichen Gruppen. Hier findet eine kontextualisierte Auseinandersetzung mit thematischen, kulturellen, politischen und historischen Fragestellungen statt und sie spiegelt die kulturelle Diversität des Bezirks wieder.

 

Die Galerie Alte Schule ist ein wichtiger Kunstort im gesamtstädtischen Bild. Die Galerie Alte Schule ist ein wichtiger Kunstort im gesamtstädtischen Bild und ist insbesondere für die freien Künstler*innen überlebenswichtig.

Treptow-Köpenick verfügt über ein großes Erbe als Lebensmittelpunkt herausragender Künstlerpersönlichkeiten. Oft genug war die Galerie Alte Schule der erste Ort für die öffentliche Präsentation und Professionalisierung hier lebender Künstler*innen und Kunstvermittler*innen. Hier vernetzen sich aktiv unterschiedliche Szenen und Akteur*innen, insbesondere der freien Szene und des institutionalisierten Kulturbetriebs.

 

Hier findet kulturelle Bildung und Kunstvermittlung für Menschen unterschiedlicher Herkunft, verschiedener kultureller Hintergründe und aller Generationen statt. Die Kommunale Galerie ist im Bezirk Treptow-Köpenick fest verankert und trägt in qualitativer Abgrenzung zu privaten, freien und kommerziellen Angeboten zu Kontinuität und Stabilisierung im Stadtteil bei. 

Die Aufgaben der Leitung einer Kommunalen Galerie Alte Schule beinhaltet u.a. professionelle mittel- und langfristige, konzeptuelle und kuratorische Planungen, Beantragung von Mitteln, Abrechnung von Honoraren, Versicherungen, Betreuung von Aufbau und Technik, Teamleitung, Organisation und Durchführung von Vermittlungsprogrammen (die in den Kiez und Bezirk hineinwirken für Schulen und Bürger*innen), kunstpädagogische und somit kulturelle Bildung für Erwachsene, Jugendliche und Kinder, Begleitprogramme, Produktion von Katalogen und audiovisuellen Materialien, Pressekontakte, Öffentlichkeitsarbeit, Vernetzungsarbeit und Kommunikation mit den Kommunalen Galerien Berlins, Museen, lokalen sowie eingeladenen Künstler*innen aus dem In- und Ausland, um nur einiges zu nennen. Ein solcher Ort kann nicht von einem Kulturamtsleiter nebenbei “betreut” werden. Es bedarf einer vollen Stelle (und vielmehr weiterer Mitarbeiter*innen).

Eine Kommunale Galerie muss verkehrstechnisch gut angebunden sein, um in den Bezirk hinein wirken zu können, sie muss der Bevölkerung zugänglich sein und ein Programm anbieten, das dem demokratischen, sozialen und kulturellen Bildungsauftrag von Vielfalt und Austausch gerecht wird. Sie wirkt dann in den gesamten Bezirk hinein und belebt neben gesellschaftlichem Austausch und Zusammenhalt auch die Wirtschaft des Kiezes -  wenn ein derartiges Leuchtturmprojekt Besucher anzieht, profitieren auch Einzelhandel und Gastronomie. In Zeiten des starken Zuzugs nach Treptow-Köpenick muss das bezirkliche Angebot dem sich verändernden Rahmen und auch den kulturellen Bedürfnissen der Bürger*innen gerecht werden.

Wir sehen der bisherigen Entwicklung der nicht-Einbeziehung der Künstler*innen des Bezirks in den geplanten Umbau der Kommunalen Galerie wie auch der Nicht-Einbeziehung der Künstler*innen des Bezirks in die Suche eines adäquaten Interimsraumes (diese Interimsgalerie muss verkehrstechnisch für alle Bürger des Bezirkes Treptow- Köpenick gut zu erreichen sein und sollte nicht in Kellerräumen versteckt werden, siehe Johannisthal Rathaus) sowie der Streichung der Planstelle der Leitung der Kommunalen Galerie eine fatale Entwicklung und einen weiteren gefährlichen Abbau des zeitgenössischen kulturellen Lebens im Bezirk Treptow-Köpenick. 

Wir fordern mit Nachdruck, dass die Planstelle der Galerieleitung der einzigen Kommunalen Galerie Treptow-Köpenick Alte Schule umgehend und sofort neu ausgeschrieben und besetzt wird.

Dies ist unbedingt erforderlich, auch damit eine Übergabe und Einarbeitung gelingt. 

 

Für die Zeit des Umbaus der Alten Schule und des zu findenden Interimsraums muss eine Lösung gefunden werden, die eine kontinuierliche Arbeit ermöglicht  und die der kulturellen Bedeutung des Bezirks Treptow-Köpenick und den Ansprüchen seiner Bewohner*innen gerecht wird.

Durch die jahrelange Nichtbesetzung der Planstelle der Fachbereichsleitung Kultur (Kulturamtsleitung) von 2011–2020 wurde dem kulturellen Leben des Bezirks bereits nachhaltig Schaden zugefügt. Der Bezirk Treptow-Köpenick hat zudem seit der Fusion von 2000 bereits vier Kommunale Galerien abgewickelt. Den einzig verbliebenen Ort ohne gesicherte Leitungsstelle einer ungewissen Zukunft zu überlassen ist fahrlässig.

 

 Wir wünschen uns Transparenz über die Findung und Auswahl eines Interimsortes für die Kommunale Galerie während der Bauarbeiten in der Alten Schule in Adlershof. Dafür bieten wir Ihnen unsere Fachkompetenz an, auch weil die professionellen Bildende Kunst für die nächsten drei bis vier Jahre nicht in irgendein Kellergeschoss abgedrängt werden kann, sondern eiligst auch für die Interimsphase einen Ort mit Ausstrahlung und experimentalem Potenzial benötigt. Gerade die aktuelle Situation der Suche eines Interimsortes könnte sogar weiterführende Perspektiven für die künftige Förderung der professionellen Bildenden Kunst in Treptow-Köpenick eröffnen.

 

Dabei sollte aber der Rat und die Unterstützung der in Treptow- Köpenick ansässigen Künstler*innen nicht außer Acht gelassen werden.

Wir sind die Arbeitsgemeinschaft der Bürger*innen und der Künstler*innen für die Kommunale Galerie Alte Schule Treptow-Köpenick.

 

Wenn Sie Fragen haben, kontaktieren Sie uns gerne über das Formular.

Kontakt

© 2023 by Make A Change.
Proudly created with Wix.com

This site was designed with the
.com
website builder. Create your website today.
Start Now